NMS - Die Mathematik-Homepage von Norbert Säumel bzw. Norbert M. Säumel![]()
Sonntag, 20.05.2012, 14:30 Uhr |
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In der Sendung "Money Maker" (in den Sommermonaten Juli und August im TV-Vorabendprogramm) können zwei Kandidat[inn]en um den Gewinn eines "Wiener Philharmonikers" spielen.
Dabei rubbeln beide Kandidat[inn]en virtuell abwechselnd jeweils ein Feld eines 3 x 3 - Spielfeldes, das symbolische Münzen und Nieten enthält, auf. Es gewinnt jene[r] Kandidat[in], der[die] zuerst die dritte Münze auf dem Spielfeld erwischt. Es stellt sich nun die Frage: Ist dieses Spiel fair, d.h. hat jede[r] der beiden Kandidat[inn]en eine Gewinnchance von 50 % ? Enthält das Spielfeld etwa drei Münzen und sechs Nieten, so beträgt die Chance, bereits beim dritten Zug die dritte Münze zu erhalten, gerade P(X = 3) = (3/9).(2/8).(1/7) = (6/504). Benötigt man insgesamt vier Züge, so muss zusätzlich berücksichtigt werden, dass die einzige Niete bei jedem der ersten drei Züge erwischt werden kann. Es gilt somit: P(X = 4) = (6/9).(3/8).(2/7).(1/6).3 = (18/504). Im Falle von fünf Zügen gibt es bereits sechs Möglichkeiten, die nunmehr zwei vorhandenen Nieten auf die ersten vier Züge zu verteilen (das Verfahren erinnert stark an die geometrische bzw. an die PASCAL-Verteilung, wenngleich im Unterschied zu diesen beiden keine "Gedächtnislosigkeit" vorliegt). Besitzt also das Spielfeld genau drei Münzen und sechs Nieten, so hat die Zufallsvariable "Ziehungen bis zum Erreichen der dritten Münze" die Verteilung ![]() Dies führt zu folgender Gewinntabelle:
Da Kandidat[in] 1 nur bei einem ungeraden Zug und Kandidat[in] 2 nur bei einem geraden Zug gewinnen kann, ergibt sich daher: P(Kandidat[in] 1 gewinnt) = (300/504) und P(Kandidat[in] 2 gewinnt) = (204/504). Enthält das Spielfeld jedoch vier Münzen und fünf Nieten, so ist die Chance, bereits beim dritten Zug die dritte Münze zu erhalten,
Fazit: Wird das Spiel mit dem Ziehen der dritten Münze gewonnen, so hat Kandidat[in] 2 nur bei vier Münzen und fünf Nieten auf dem Spielfeld einen Vorteil, in allen anderen Fällen liegt der Vorteil bei Kandidat[in] 1. Bleibt zum Schluss noch die Frage, ob ein Gewinn beim Ziehen der zweiten, vierten, fünften, ... Münze das Spiel fair macht. Wird das Spiel bereits mit dem Ziehen der zweiten Münze gewonnen, so kann die gewinnbringende Münze logischerweise bereits mit dem zweiten Zug gezogen werden. Gleichzeitig muß bei insgesamt drei Zügen eine Niete bei einem der ersten beiden Züge aufgedeckt worden sein. Es gilt daher für die Zufallsvariable "Ziehungen zum Erreichen der zweiten Münze" für ein 3 x 3 - Spielfeld mit
Daraus ergibt sich folgende Gewinntabelle für die beiden Kandidat[inn]en: Gewinn beim Ziehen der zweiten Münze:
Kann das Spiel mit dem Ziehen der p-ten Münze (1 ≤ p ≤ 9) gewonnen werden, so werden zum einen mindestens Dies liefert für die Zufallsvariable "Ziehungen zum Erreichen der p-ten Münze" für ein 3 x 3 - Spielfeld mit genau m Münzen und n Nieten die Verteilung ![]() mit der Indikatorfunktion und für die beiden Kandidat[inn]en folgende - noch ausstehende - Gewinntabellen: Gewinn beim Ziehen der ersten Münze:
Gewinn beim Ziehen der vierten Münze:
Gewinn beim Ziehen der fünften Münze:
Gewinn beim Ziehen der sechsten Münze:
Gewinn beim Ziehen der siebten Münze:
Gewinn beim Ziehen der achten Münze:
Gewinn beim Ziehen der neunten Münze:
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