NMS - Die Mathematik-Homepage von Norbert Säumel bzw. Norbert M. Säumel![]() Sonntag, 20.05.2012, 14:08 Uhr |
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Bei der Ziehung der Lottozahlen stellt so manche[r] Spielteilnehmer[in] fest, daß getreu dem Motto "Knapp daneben ist auch vorbei." eine oder mehrere der sechs Gewinnzahlen auf dem Spielschein unmittelbar neben einer der sechs getippten Zahlen liegt bzw. liegen.
Und bei Betrachtung der Ziehungsergebnisse mehrerer aufeinander folgender Lottorunden zeigt sich nicht selten, daß unter den sechs Gewinnzahlen zumindest zwei aufeinander folgende Zahlen sind. Aber: "Wie groß ist tatsächlich die Wahrscheinlichkeit, daß unter den sechs Gewinnzahlen einer Lottoziehung keine zwei Zahlen benachbart sind ?" Um diese Wahrscheinlichkeit zu berechnen, ist ein kleiner Griff in die Trickkiste nötig: Wenn unter den sechs numerisch aufsteigend geordneten Gewinnzahlen 1 ≤ x1 < x2 < x3 < x4 < x5 < x6 ≤ 45 einer Lottoziehung keine zwei aufeinander folgenden Gewinnzahlen benachbart sein dürfen, so müssen sie sich um mindestens zwei Einheiten unterscheiden, d.h. es muß xi < xi + 1 - 1 gelten. Für die eingangs aufsteigend geordneten Gewinnzahlen erhält man dadurch die Bedingung 1 ≤ x1 < x2 - 1 < x3 - 2 < x4 - 3 < x5 - 4 < x6 - 5 ≤ 40. Somit bleibt die Frage, wie viele Ziehungsergebnisse der Form 1 ≤ y1 < y2 < y3 < y4 < y5 < y6 ≤ 40 gebildet werden können. Da die Antwort auf diese Frage ,d.h. es ist bei jeder (!) Lottoziehung eher damit zu rechnen, daß zumindest zwei der sechs Gewinnzahlen benachbart sind. Und wie groß ist nun die Wahrscheinlichkeit, daß unter den sechs Gewinnzahlen einer Lottoziehung genau zwei, drei, ... Gewinnzahlen benachbart sind ? Bei der Klärung dieser Frage startet man am einfachsten mit dem Fall, daß alle sechs Gewinnzahlen benachbart sind. Hier gibt es die insgesamt 40 Möglichkeiten von ![]() gelten muss. Die soeben berechnete Wahrscheinlichkeit kann aber auch durch Modifizieren des weiter oben vorgestellten Modells ermittelt werden. Da nämlich bei sechs benachbarten Gewinnzahlen die fortgesetzte Gleichung x6 = x5 + 1 = x4 + 2 = x3 + 3 = x2 + 4 = x1 + 5 gelten muss, reduziert sich das Modell auf die Bedingung 1 ≤ x1 ≤ 40, da mit der ersten Gewinnzahl x1 auch alle anderen Gewinnzahlen x2 bis x6 eindeutig bestimmt sind. Und da es trivialerweise Ähnlich verhält es sich mit den übrigen Fällen, die im folgenden tabellarisch aufgelistet sind: Fünf benachbarte Gewinnzahlen:
![]() Vier benachbarte Gewinnzahlen:
![]() Einmal vier und einmal zwei benachbarte Gewinnzahlen:
![]() Drei benachbarte Gewinnzahlen:
![]() Zweimal drei benachbarte Gewinnzahlen:
![]() Einmal drei und einmal zwei benachbarte Gewinnzahlen:
![]() Einmal zwei benachbarte Gewinnzahlen:
![]() Zweimal zwei benachbarte Gewinnzahlen:
![]() Dreimal zwei benachbarte Gewinnzahlen:
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